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Mit Chillies, Charme und Melonen

Ein Berjeler Bub, der zunächst Kulturanthropologie studierte, ehe er eine Ausbildung zum Koch begann. Jetzt hat er sich mit einer eigenen Kochlocation für genussvolle Teamdinner und Küchenpartys selbstständig gemacht. Zwischendurch hat er noch geheiratet und eine Familie gegründet – das ist die Kurzversion des Lebenslaufs von Thomas Wagner, der mit „Helden am Herd“ seine Idee vom idealen Kochen Wirklichkeit werden ließ.

Angefangen hat alles vor mehr als 15 Jahren, als Thomas sich entschloss, nach seinem Studium noch eine Kochausbildung zu absolvieren. Aber nicht irgendwo, sondern in – wie er sagt – einem der besten Restaurants Deutschlands: Erno’s Bistro in Frankfurt. Anschließend folgte noch ein Jahr im französischen Restaurant Knoblauch. Beide Gastronomien waren nahezu ideal: Nicht nur die Gerichte der täglich neu zusammengestellten Karte, sondern auch das Personalessen hatte Sterne-Niveau. Die Atmosphäre war geprägt von respektvollem und ruhigem Umgang – sowohl in der Küche, als auch mit dem Service. Die Arbeitszeiten waren geregelt und das Wochenende zum Erholen da.

Als Thomas Wagner sich dann aufmachte, um weitere Erfahrungen in den Küchen gehobener Frankfurter Restaurants zu sammeln, musste er leider feststellen, dass der gewohnte Umgang mit Personal, Kunden und Lebensmitteln nicht die Regel zu sein schien. Um seine eigene Vision des Berufes umzusetzen, entschied er sich für die Selbstständigkeit. Nach einer Zeit als Event- und Mietkoch wurde die Idee einer Kochlocation für Teamdinner und Küchenpartys namens „Helden am Herd“ geboren. Dass dieses Kind dann ausgerechnet in Offenbach seine Heimat fand, ist eher dem Zufall und dem Laden 26 geschuldet, der sich damals noch im Vorderhaus befand und vor allem hochwertige Küchenausstattung vertrieb.

An Offenbach schätzt Thomas den dreimal wöchentlich stattfindenden Markt, die internationalen Lebensmittelhändler wie Asia Mekong und die Nähe zur Metro im Riederwald. Sein Herz gehört den kleinen, liebevollen Orten wie dem BaM (Buchladen am Markt), der Steinmetz’schen Buchhandlung, der Kaffeerösterei Laier oder dem Wilhelmsplatz.

Darüber hinaus sieht er die weitere Innenstadtentwicklung mit gemischten Gefühlen: zu viele Handyläden, Wettbüros und leer stehende Geschäfte. So verbindet ihn, wie bei vielen Offenbachern, eine Art Hassliebe zu „…dieser Stadt, die für jeden was zu bieten hat“ (wie einst an einer Hauswand im Nordring im Offenbacher Hafenviertel stand).

Er selbst ist wie viele seiner Freunde mit Kindern aus Offenbach weg aufs Land gezogen und verbringt seine Freizeit eher im Umkreis und in Darmstadt als hier. Diese Skepsis gegenüber Offenbach beobachtet er auch bei vielen Frankfurter Kunden, die sich immer noch schwer damit tun, ein Event in der benachbarten Stadt zu buchen. Die, die sich dann doch überwinden, sind meist positiv überrascht und werden zum Stammkunden in der Kochschule. Besonders beim Teamkochen führe die gemeinsame, schöpferische Tätigkeit der Essenszubereitung und das anschließende gemeinsame Essen zu einem spürbaren Zusammenwachsen der Mitarbeiter, eine verbesserte Kommunikation untereinander und mehr Verständnis für andere Kollegen, so Thomas. Dieser Prozess, der in seiner Küche angestoßen werde, setzte sich in vielen Fällen im Arbeitsalltag fort, so das Feedback von begeisterten Firmen, die jährlich wiederkommen. Diese Art von Bestätigungen sind das Antriebsrädchen und die Kraftquelle, die Thomas Wagner immer wieder bekräftigen, die richtige Entscheidung getroffen zu haben und weiterhin dafür zu sorgen, dass noch andere zu Helden am Herd werden.


Helden am Herd

Kaiserstraße 26
63065 Offenbach am Main

0171 936 8318

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